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Tragisches Versagen der JugendämterHätte die Tragödie mit fünf toten Kindern in Schleswig-Holstein verhindert werden können? Die Familie wurde vom Jugendamt betreut. Auch in anderen Fällen kam behördliche Hilfe zu spät.
Vernachlässigt, geschlagen, verhungert, getötet – immer wieder erschüttern in Deutschland Fälle von schweren Kindesmisshandlungen. Und immer geraten dabei die Jugendämter in die Diskussion. Auch der jüngste Fall im schleswig-holsteinischen Darry wirft Fragen auf. Warum fiel der Behörde nicht auf, dass die Mutter der fünf getöteten Kinder psychisch krank ist? Die Familie wurde vom Jugendamt betreut. Es gab auch Hinweise von Lehrern, wonach die Kinder verwahrlost zum Unterricht erschienen. Erst nachdem die Jungen am Mittwoch der Schule fernblieben, schritt das Jugendamt ein – mit einem Hausbesuch. Zu diesem Zeitpunkt waren die Kinder aber schon tot. Auch im Fall der im sächsischen Plauen getöteten Säuglinge ist ein rechtzeitiges Eingreifen des Jugendamtes unterblieben. Die 28-jährige Mutter hatte ihre drei Töchter jeweils kurz nach der Geburt getötet und die Leichen dann jahrelang in den Häusern von Verwandten versteckt. Das Amt war nur durch Zufall auf die Frau aufmerksam geworden: In Plauen gibt es die Vereinbarung zwischen dem örtlichen Klinikum und dem Gesundheitsamt, alle Kinder, die in diesem Krankenhaus geboren werden, automatisch zu melden. Warum konnte dann der Tod der Kinder durch rechtzeitiges Eingreifen nicht verhindert werden? nach oben nPage.de-Seiten: fahrschule-pm | ADNAN ÖZTÜRK SİTESİNDESİNİZ |