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Kinder allein unterwegs

Der Albtraum aller Eltern: Mein Kind ist verschwunden. Einfach weg. Wie vom Erdboden verschluckt. Mit Worten lässt sich nur schlecht ausdrücken, was Mütter und Väter in einer solchen Situation durchmachen.

Viele Eltern fragen sich: Was kann ich tun, um mein Kind besser zu schützen? Was kann ich ihm sagen, damit es nicht mit Fremden mitgeht? Leider gibt es kein Patentrezept. Doch es gibt ein paar Tipps, die Kinder für die Gefahren aufmerksamer machen können. Tipps, die den Kindern mehr Sicherheit geben, wenn Sie allein unterwegs sind. Wir haben Ihnen 14 wichtige Punkte aufgelistet.

1. Aufklären und informieren
Klären Sie Ihr Kind über mögliche Gefahren im Umgang mit fremden Menschen auf. Je nach Alter und Verständnis bezüglich Sexualität sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass es seinem Gefühl über ?das will ich", ?das ist mir angenehm" und ?das will ich überhaupt nicht", ?das ist mir unangenehm" trauen soll. Ihr Kind muss wissen: Es darf und muss ?Nein" sagen können!

2. Gegenwehr
Ihr Kind muss lernen, sich wehren zu dürfen. Wenn es in eine unangenehme Situation gerät, bei der es angriffen wird, ist Um-Sich-Schlagen als Gegenwehr durchaus erlaubt!

3. Laut schreien
Sagen Sie Ihrem Kind, dass es laut schreien soll, wenn es bedrängt wird!

4. Weglaufen
Weglaufen ist - wenn möglich - immer besser, als sich auf ein Handgemenge einzulassen. Denn der Erwachsene ist in der Regel letztlich immer der Stärkere. Außerdem ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Angreifer bewaffnet ist. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Angst haben nicht feige ist, in solchen Situationen sogar besonders wichtig!

5. Wege erkunden
Erkunden Sie mit Ihrem Kind zusammen den Schulweg. Der Schulweg sollte niemals durch einsame Gegenden führen, wenn auch bewohnte Strecken in Frage kommen. Der Schulweg sollte möglichst immer entlang derselben Route führen. Das erleichtert gegebenenfalls die Suche. Beziehen Sie auch für Notfälle Umwege und Alternativwege mit ein.


6. Rettungsinseln

Machen Sie ?Rettungsinseln" ausfindig. Das sind Notrufsäulen, Geschäfte, Gaststätten. Hier kann ein Kind Hilfe im Notfall finden. Gehen Sie ruhig mal mit Ihrem Kind in diese Geschäfte hinein und sprechen Sie mit Verkäufern, Wirten etc. über den Anlass. So ist die Hemmschwelle für Ihr Kind später geringer.



7. Möglichst nie alleine

Wenn möglich, begleiten Sie Ihr Kind in die Schule. Oder organisieren Sie, dass mehrere Kinder aus der Gegend einen Treffpunkt vereinbaren, von dem aus sie zusammen zur Schule gehen. Der gemeinsame Heimweg ergibt sich daraus.



8. Ohne Umweg nach Hause

Ist Ihr Kind ein "Trödler"? Sagen Sie ihm - ohne Panik zu verbreiten - dass es wichtig ist, wenn nichts anderes abgesprochen wurde, nach der Schule unverzüglich nach Hause zu kommen. Das heißt ja nicht, dass es sich nicht danach mit Anderen verabreden kann.



9. Freunde und Nachbarn kennen lernen

Lernen sie Schulfreunde und Nachbarskinder kennen. So können Sie besser einschätzen, mit wem Ihr Kind Umgang hat. Ein Fremder, der versucht, mit Ihrem Kind oder einem anderen Kontakt aufzunehmen, wird als solcher leichter erkannt.



10. Nicht allein spielen

Machen Sie Ihrem Kind die Umgebung vertraut und zeigen Sie ihm deutlich, wo es besser nicht spielen sollte, wenn Ihnen diese Plätze nicht geheuer sind. Sagen Sie ihm, dass es dort nicht spielen soll, wo es ganz allein ist.



11. Hat jemand Kontakt aufgenommen?

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über ungewöhnliche Ereignisse. Wurde es von Fremden angesprochen? Was wollten die oder der? Verbrecher bauen oft über längere Zeit einen Kontakt auf, um das Vertrauen des Kindes zu bekommen.



12. Niemals mit Fremden mitgehen

Die alte Regel "Lass dich nicht von Fremden ansprechen!" gilt noch immer. Und schon gar: "Steig niemals in ein fremdes Auto! Geh niemals mit einem Fremden mit!"



13. Persönliche Daten für Andere tabu

Keinen Fremden geht an, wie Ihr Kind heißt und wo es wohnt. So kann niemand dem Kind zum Beispiel vor Ihrer Wohnung auflauern.



14. Ich glaube dir!

Sagen Sie Ihrem Kind - und tun Sie das dann auch - dass Sie ihm alles glauben, was es Ihnen berichtet! Gefährliche und unangenehme Situationen werden Ihr Kind mit Sicherheit nicht zu bewusstem Lügen treiben.




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